Reitregeln in Oberberg

Gummersbach, den 02.02.2011 von MM-Redaktion

Reitregeln in Oberberg

Bereits 1981 verzichtete der Obergische Kreis auf die Kennzeichnung von Reitwegen und ist seit dem ein sogenanntes Freistellungsgebiet. Damit müssen wir uns nicht auf ausgewiesenen Reitwegen bewegen, sondern können fast frei auf allen Wegen reiten. Funktionieren tut dies natürlich nur, wenn wir auf andere Rücksicht nehmen und einige Grundregeln müssen doch beachtet werden…

...in der freien Landschaft

  • Erlaubt ist das Reiten auf allen öffentlichen und privaten Straßen und Wegen bis auf folgende Ausnahmen

Verboten ist...

  • Reiten auf Wegen, die mit einem Reitverbotsschild gemäß der Straßenverkehrsordnung gekennzeichnet sind (s..),
  • Reiten auf Wegen, die zu Gärten, Hofräumen, zum Wohnbereich oder zu Betriebsflächen gehören.

...im Walde

  • Erlaubt ist das Reiten auf allen öffentlichen und privaten Wegen aufgrund der im Oberbergischen Kreis geltenden Freistellungsregelung bis auf folgende Ausnahmen

Verboten ist

  • Reiten auf privaten Wegen, die als Wanderweg bzw. Sport- und Lehrpfad gekennzeichnet sind,
  • Reiten auf Wegen, die gem. Straßenverkehrsordnung mit Reitverbotsschild gekennzeichnet sind,
  • Reiten auf privaten Wegen in Sperrgebieten; Karten hierzu werden mit dem Erwerb der Reitkennzeichen ausgegeben oder können beim Amt für Landschaftsschutz angefordert werden,
  • Reiten auf Feldrainen, Böschungen, Waldschneisen, Rückegassen, Schleifspuren, Wildwechseln,  Leitungstrassen und Trampelpfaden,
  • querfeldein Reiten.

Ordnungswidrigkeiten sind...

  • Reiten ohne gültiges Kennzeichen,
  • Reiten auf gesperrten Flächen oder Wegen,
  • Reiten außerhalb von Wegen in Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten.

… und können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum Thema „Reitregelung im Oberbergischen Kreis“  findet Ihr auf den Seiten des Kreises.

Verweisen möchten wir an dieser Stelle auch noch auf unsere Artikel „Verkehrzeichen für Reiter“ und „Allgemeines Reitrecht und Reitregelungen in den angrenzenden Kreisen" in der Rubrik „TucTuc’s Orientierungsseminar“.


Sperrgebiete im Oberbergischen Kreis

Karte Oberberg

 K - Sperrgebiete Hueckeswagen.pdf (527kb)

 K - Sperrgebiete Wipperfuerth.pdf (1,29 MB)

 K - Sperrgebiete Lindlar.pdf (368 kb)

 K - Sperrgebiete Marienheide.pdf (562 kb)

 K - Sperrgebiete Engelskirchen.pdf (746 kb)

 K - Sperrgebiete Gummersbach.pdf (347 kb)

 K - Sperrgebiete Wiehl.pdf (354 kb)

 K - Sperrgebiete Reichshof.pdf (977 kb)

 K - Sperrgebiete Nuembrecht.pdf (386 kb)

 K - Sperrgebiete Waldbroel.pdf (319 kb)

 K - Sperrgebiete Morsbach.pdf (246 kb)


Reitkennzeichen und Reitabgabe

Pflicht beim Reiten in der  freien Landschaft und im Wald ist ein Reitkennzeichen mit gültiger Reitplakette.  Das Reitkennzeichen ist quasi das persönliche Nummernschild von Reiter und Pferd und wird vom jeweiligen Kreis ausgestellt. Jedes Jahr gibt es für die Kennzeichnung eine neue Plakette, die jährliche Ihre Farbe wechselt.

Die Reitkennzeichnung ist gut sichtbar beidseitig am Pferd anzubringen, optimaler weise rechts und links am Zaumzeug.

  • Erstausgabe Reitkennzeichen mit Plaketten: 39,00 €
  • neue Plaketten (Verlängerung): 30,50 €
  • Erstausgabe Kennzeichen für Reiterhöfe: 89,00 €
  • Plaketten für Reiterhöfe (Verlängerung): 80,50 €

In den oben genannten Beträgen ist die Reitabgabe in Höhe von 25,00 € bzw. bei Reiterhöfen 75,00 € enthalten. Bei der zu zahlenden jährlichen Reitabgabe handelt es sich um eine zweckgebundene Abgabe, die für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen sowie für Schadenersatzleistungen dienen. 

Damit sind die Abgaben auch immer wieder ein beliebtes Diskussionsthema.  „…mehr als 30 € pro Jahr und die Wege sind nicht zum Reiten geeignet…“ so oder so ähnlich starten viele Gespräche zum Thema Reitabgabe.  Ja, wir im Oberbergischem haben seit Jahren keine Gelder aus der Reitabgabe erhalten, aber bitte seht es doch mal positiv. Wir haben ein Freistellungsgebiet, das heißt bis auf eine wenige Ausnahmen dürfen wir fast überall reiten und müssen uns nicht an ein festes Reitwegenetz halten, das in vielen Kreisen auch mehr schlecht als recht ist. Da kann durch aus so manche Teerstraße zum Reitweg werden und ein anderer im Nichts ohne Anschluss an weitere Wege enden.  Keine Gelder heißt auch keine Schadenersatzforderungen von Landwirten und Grundstückseigner für Schäden an Feldwegen durch Reiter. Und man kann es sicherlich auch so sehen, dass wir als Reiter in Oberberg  gut mit den Landwirten und Grundstückseigner auskommen. Auch die Höhe von 30 € pro Jahr sind wohl akzeptabel, wenn man bedenkt das so mancher Reiter 20 € und mehr pro Monat für eine Reithallennutzung bezahlt.

Auf den Internetseiten des Oberbergischen Kreises findet Ihr ein PDF-Formular zur Beantragung eines neuen Reitkennzeichen oder der jährlichen Plakette.